Von Susanne Müller
KANDIDATUR Vize-Chef in Wiesoppenheim
In Wiesoppenheim hat die CDU sechs, die SPD fünf Sitze im Stadtteil-Parlament. Ortsvorsteher Karlheinz Henkes wird aber - wie in der vorangegangenen Legislaturperiode auch - sein Mandat niederlegen. Somit hat dann die SPD-Fraktion ebenfalls sechs Stimmen, es entsteht ein Patt im Ortsbeirat. Für Karlheinz Henkes wird Petra Baumann in das Gremium nachrücken.
"95 Prozent aller Entscheidungen sind bislang aber immer einmütig getroffen worden", blickt Henkes zurück, es habe kaum Konfrontationen gegeben. "Wir haben in Wiesoppenheim keine Probleme miteinander, wir respektieren uns gegenseitig." Dies sagt er auch über seinen Stellvertreter Christoph Kraft von der CDU - ob die SPD zur konstituierenden Sitzung des Ortsbeirats, die für den 25. August geplant ist, einen Stellvertreter-Kandidaten zur Wahl stellt, sei noch nicht klar.
Die CDU wolle auf jeden Fall einen Kandidaten benennen, erklärte Christoph Kraft - aber er werde es nicht mehr sein. "Ich habe zweimal verloren bei der Direktwahl zum Ortsvorsteher, bei ich mich auch zur Wahl gestellt hatte, eine Legislaturperiode war ich nun Stellvertreter", so der CDU-Politiker.
Er habe vor der Kandidatur gesagt, dass er sich nur zweimal zur Verfügung stelle, deshalb wolle er nun andere Schwerpunkte setzen. In der CDU-Fraktion sei vereinbart worden, dass sich Peter Rißberger, der auch die meisten Wählerstimmen auf sich vereinigen konnte, für das Amt des stellvertretenden Ortsvorstehers bewerben wolle. Wilfried Kissel werde künftig Fraktionssprecher sein, "ich selbst will mich im Stadtrat einsetzen für die Belange Wiesoppenheims", so Kraft.
Auch er konzedierte im Rückblick in Wiesoppenheim eine gute Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg und auch mit Ortsvorsteher Henkes. "Er war auch so fair und hat sogar offiziell bei der Stadt seinen Urlaub angemeldet, was bedeutet, dass ich dann auch offiziell während dieser Zeit die Amtsgeschäfte übernahm - das machen nicht alle Kollegen so."






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